Ankündigung

FAZ-Artikel über die Forschung von Henrik Oster zur inneren Uhr

June 19, 2026

12:00 am

FAZ Artikel

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FAZ-Artikel über die Forschung von Henrik Oster zur inneren Uhr

June 19, 2026

12:00 am

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Beschreibung

Am Institut für Neurobiologie der Universität zu Lübeck erforscht Professor Henrik Oster, wie die inneren Uhren des Körpers Gesundheit, Stoffwechsel und die Wirkung von Medikamenten steuern. Jedes Organ folgt einem eigenen Tagesrhythmus, der mit der zentralen Uhr im Gehirn abgestimmt werden muss.

Die Erkenntnisse der zirkadianen Medizin könnten bestehende Therapien wirksamer machen. So entfalten manche Cholesterin- und Asthmamedikamente abends eine bessere Wirkung. Auch Impfungen, Krebstherapien, Schlaf und der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme können vom biologischen Rhythmus beeinflusst werden.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Jugendlichen. Während der Pubertät verschiebt sich ihre innere Uhr nach hinten. Früher Schulbeginn und die zusätzliche Nutzung von Smartphones können deshalb zu chronischem Schlafmangel und sogenanntem „Social Jetlag“ führen. Studien bringen diesen mit Konzentrationsproblemen, schlechteren Schulleistungen und einem erhöhten Suchtrisiko in Verbindung.

Langfristig wollen die Lübecker Forschenden konkrete Empfehlungen für eine tageszeitlich optimierte Medizin entwickeln – mit dem Ziel, Therapien effizienter zu gestalten und gesundheitliche Risiken, etwa durch Schichtarbeit, zu verringern.